Baumschnittkunde
Wassertriebe, tote Äste, Leittrieb? Welche Äste müssen beim Baumschnitt entfernt werden – und was sollte unbedingt dran bleiben?
Mitteltrieb: Bildet die Stammverlängerung und bestimmt das Wachstum nach oben. Aus dem Mitteltrieb entspringen sog. Leittriebe im Winkel zwischen 45 und 90 Grad und formen die spätere Krone. Der Mitteltrieb wird nur eingekürzt, wenn er zu lang geworden ist.
Wassertriebe: Diese einjährigen Triebe entstehen aus »schlafenden Augen« – auch »Adventivknospen« genannt. Sie sind zu entfernen, denn sie setzen keine Früchte an, machen dem echten Fruchtholz aber Nährstoffe und Sonnenlicht streitig. Je früher im Jahr diese entfernt werden, umso besser ist es.
Kreuzende Äste: Sich kreuzenden oder aneinander reibende Äste können ebenfalls entfernt werden. Hier ist zu beachten, dass jeweils der steilere oder nach innen wachsende Ast entfernt wird.
Überflüssige Seitentriebe: Du kannst die Triebspitzen verschlanken, indem du die überflüssigen Seitentriebe entfernst.
Abgebrochene & tote Äste: Diese sollten immer so schnell wie möglich entfernt werden, damit der Baum nicht noch mehr beschädigt wird.
Zu dicht wachsende Äste: Zweige und Äste die zu dicht aneinander und übereinander wachsen, die kein Licht mehr an die unteren Zweige lassen, können entfernt werden.
Stammausläufer: Entferne die Ableger so nah wie möglich an der Wurzel, indem du die Erde ankratzt, um die Basis zu erreichen. Reiße den Trieb ab, anstatt ihn abzuschneiden, sodass der Großteil des schlafenden Basalauges entfernt wird, was die Möglichkeit eines erneuten Austriebs verringert.
Konkurrenztrieb: Wenn Nebenkronen entwickelt werden, bilden diese Seitenzweige und später sogar Fruchtholz. Diese machen der Hauptkrone Nährstoffe, Wasser und Sonnenlicht streitig. Darum müssen diese Konkurrenztriebe frühzeitig entfernt werden.
Ihr Team von KOMA.Service

Pflanzzeit
Jährlich stellt man sich immer die gleiche Frage:
Von wann bis wann kann gepflanzt werden und ist es jetzt der richtige Moment?
Hierzu eine kurze Anmerkung:
Die Herbstpflanzung reicht von Ende September bis Anfang Dezember und die Frühjahrspflanzung von Anfang März bis Ende April.
Mittlerweile beeinflusst jedoch der Klimawandel gleichermaßen die Pflanzzeit, sodass in einigen Regionen auch im Dezember, Januar und Februar Pflanzungen gut möglich wären.
In den späten und frühen Monaten ist darauf zu achten, das der Boden weder gefroren noch zu feucht ist.
Nach der Pflanzung sollten die Gehölze und Stauden in den darauffolgenden Wochen ausreichend gewässert werden.
Ihr Team von KOMA.Service
Heckenschnitt
Was darf ich wann und wie machen?
Der ideale Zeitraum beherzte Arbeiten zu erledigen sind ab Oktober bis Ende März.
Unter beherzte Arbeiten versteht man:
Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in diesem Zeitraum abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen, Paragraf 39 Bundesnaturschutzgesetz.
Dieser Zeitraum ist notwendig um sicherzustellen, dass die Schutzräume, Hecken und Sträucher, für die unterschiedlichen, brütenden Vogelarten erhalten bleiben.
Leichte Pflegeschnitte und Schnitte zur Gesunderhaltung Ihrer Hecke oder Sträucher, im Volksmund auch Spitzenschnitt genannt, ist von Ende März bis Oktober aber erlaubt.
In einigen Bereichen sind leichte Pflegeschnitte zwingend notwendig um die Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmern uneingeschränkte nicht zu behindern.
Ihr Team von KOMA.Service
Ökologischer Dünger
Wir werden immer wieder gefragt:
Wie kann ich umweltfreundlich Düngen?
Wie werde ich meinen Ungezieferbefall an den Gemüsepflanzen los?
Wir sind keine Freunde der chemischen Keule. Dieses schadet nicht nur der Natur, sondern vernichtet auch eine große Anzahl nützlicher Insekten.
Ebenso lagert sich die chemische Keule nicht nur im Erdreich ab, sondern wird durch die Nährstoffaufnahme der Pflanze in die Früchte transportiert und gelangt dann auch in unseren menschlichen Organismus.
Wir raten unsere Kunden hier immer wieder zu den alten Hausmitteln.
Milch, Kaffeesatz und Brennnessel!
Milch: Wenn Sie einen Dünger für Rosen, Farnen, Tomaten oder Orchideen benötigen, dann mischen Sie einfach frische Vollmilch 3,5 und Wasser in einem Verhältnis von eins zu acht und gießen Ihre Pflanzen alle vier bis sechs Wochen damit.
Auch geronnene Milch kann hierzu noch verwendet werden und muss nicht über den Hausmüll entsorgt werden.
Das enthaltene Kalzium stärkt die Pflanzenstrukturen und unterstützt beim Wachstum.
Kaffeesatz: Kaffeesatzdünger eignet sich nicht nur für Hortensien, Rhododendren, Lilien, Pfingstrosen und Kamelien auch für Nutzpflanzen wie Gurke, Tomate, Zucchini oder Heidelbeeren und Erdbeeren ist dieses „Abfallprodukt“ nützlich.
Brennnessel: Die Brennnessel enthält viele Mineralien und eignet sich als Jauche perfekt zum Düngen von Gemüse und Blumen.
Als Sud, ein paar Tage im Wasser angesetzt, wirkt sie auch gegen Blattläuse. (Für empfindliche Nasen nicht geeignet)
Jedoch sollten folgende Gemüse- und Blumensorten hiermit nicht behandelt werden:
Bohnen, Radieschen, Erbsen, Tulpen, Begonien, Primeln, Petunien, Azaleen, Stiefmütterchen, Kosmeen.
Billiger und einfacher kann man keinen Dünger oder Pflanzenschutzmittel herstellen.
Ihr Team von KOMA.Service